erneuerbare Energie, Solarenergie und Photovoltaik

Erneuerbare Energie mit Photovoltaik

Anwendungen

Als Biomasse kommen zumeist folgende Brennstoffe zur Verbrennung: Sägespäne, Sägerestholz, Rinde, Waldhackgut, unbehandelte Resthölzer oder Pellets. Ein Biomasseheizwerk besteht im allgemeinen aus folgenden Anlagenteilen: Brennstofflager, Brennstofftransporteinrichtung, Kesselbeschickung, Brenn- oder Feuerkammer, Wärmetauscher, Rauchgasreinigungszyklon, Elektrofilter, Kamin, Entaschung und Aschecontainer.

Biomasseheizwerke werden heute mit einen biogenen Leistungsbereich zwischen 300 kW und 5 MW errichtet. Kleinere Einheiten werden zumeist direkt im Objekt angeordnet, größere Einheiten zumeist als Heizkraftwerke.

Die Gründe für die wachsende Verbreitung der Biomasseheizwerke sind vielschichtig:

  1. Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde erkannt, dass die Versorgung mit leitungsgebundenen Energieträgern wie Erdgas beziehungsweise die vollautomatische Wärmebereitung durch Ölkesselanlagen für den Konsumenten sehr komfortabel und dadurch ein kontinuierlicher Rückgang beim Absatz von Brennholz eingetreten ist und es sogar zu einer Deponierung von Rinde und Sägerestholz gekommen ist. Um dem entgegenzuwirken, haben einzelne Landesregierungen in Österreich begonnen, den Ausbau von Fernwärme zu fördern. Vorbildlich war hier Salzburg, und so sind in Lofer, Lamprechtshausen, Bramberg usw. die ersten Biomasseheizwerke mit Fernwärme bereits vor/um 1990 entstanden. Nachfolgend haben auch andere Regierungen wie Niederösterreich oder Bayern dies erkannt und zur Verbreitung von Biomasseheizwerken eine wirtschaftliche Grundlage durch Investitionsförderungen geschaffen, so dass in den genannten Ländern bereits um das Jahr 2000 zahlreiche Biomasseheizwerke errichtet waren.
  2. Haben die Regierungen der Europäischen Union erkannt, dass die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern langfristig eine starke Abhängigkeit aller Staaten der Europäischen Union vom Ausland bedeutet und haben ab dem Jahr 2000 deshalb begonnen, den Ausbau der Biomasseheizwerke stark zu fördern. Heute sind staatliche Förderungen für den Aufbau von Biomasseheizwerken in der Höhe von bis zu 30% der Investitionen üblich.
  3. In Österreich wurden seither mehr als 1000 Biomasseheizwerke mit einer Kesselleistung von mehr als 500 kW errichtet, die teilweise gesamte Orte, teilweise nur Industriebetriebe mit Wärme versorgen.
  4. Bei der Verbrennung von Biomasse entsteht genau soviel CO2, wie der Baum zum Nachwachsen benötigt. Daher gilt Wärme aus Biomasseheizwerken als CO2-neutral.

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