erneuerbare Energie, Solarenergie und Photovoltaik

Erneuerbare Energie mit Photovoltaik

Kritik

Seit Herbst 2007 bietet Lichtblick zusätzlich zu seinem Stromprodukt auch vom TÜV zertifiziertes Gas an. Bei diesem Angebot gewährleistet Lichtblick, dass während eines Zertifizierungszeitraumes von drei Jahren (1. Oktober 2007 bis 30. September 2010) im Mittel mindestens fünf Prozent der von den Kunden in diesem Zeitraum insgesamt bezogenen Gasmenge aus Biogasanlagen stammt.

  • Das Biogas kommt aus der Biogasanlage Jüterbog (1,7 MW). Es wird aus Maissilage und aus der Gülle der Schweinemastanlage Jüterbog (15.200 Schweine) gewonnen. Der Begriff „Ökogas“, der insbesondere von Lichtblick selbst verwendet wird, ist insofern irreführend, als die Rohstoffe aus der konventionellen Schweinemast und von einem agroindustriellen Großbetrieb stammen. Einige Kritiker vertreten die Ansicht, erst die Biogasanlage habe den Neubau der Intensivtierhaltungsanlage ermöglicht. Lichtblick verweist dagegen auf die Förderung durch den Gesetzgeber, die gesellschaftliche Forderung nach mehr Biogas und die vorhandene Kundennachfrage. Nach Abwägung auch der ethischen Aspekte sei Biogas besser als sibirisches Erdgas.
  • Lichtblick investiert – anders als die bundesweiten Ökostromanbieter Elektrizitätswerke Schönau, Greenpeace Energy und Naturstrom – keinen definierten Betrag in den Ausbau regenerativer Energieerzeuger. Der Bund der Energieverbraucher stellte 2004 fest, dass Lichtblick keine direkten Investitionen in Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie geleistet habe, gab dem Unternehmen aber die Schulnote zwei (Umweltnutzen: 4, Preis und Atomindex: 2, Sicherheit: 1).
  • Lichtblick kaufte im Dezember 2006 und ab Oktober 2007 zeitweise täglich fast 4.000 Megawattstunden konventionellen Strom an der European Energy Exchange (EEX) ein, machte dies aber nicht öffentlich bekannt. Nach Angaben von Lichtblick handelte es sich im ersten Halbjahr 2008 um 0,5 Prozent der Gesamtmenge des Stroms. Laut TÜV-Prüfzertifikat bietet das Unternehmen „zu 100 Prozent regenerativen Strom“; der Strom der EEX ist jedoch unbekannter Herkunft und kann somit auch aus Atom- und Kohlestrom bestehen.

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