erneuerbare Energie, Solarenergie und Photovoltaik

Erneuerbare Energie mit Photovoltaik

Ablauf der Silierung

In der Milchviehfütterung ist Maissilage neben Grassilage das am häufigsten verwendete Futtermittel. Die Vorteile gegenüber Heu sind die höhere Witterungsunabhängigkeit, höhere Schlagkraft und die geringeren Bröckelverluste. Die Futterration wird in Bezug auf die Proteinversorgung meistens mit importiertem Sojaextraktionssschrot ausgeglichen.

Wenn die Silage hohe Rohfaser- und Eiweißgehalte aufweist, eignet sie sich nur bedingt für den Einsatz in der Pferdefütterung, deshalb muss normales Heu zugefüttert werden. Geeigneter für die Pferdefütterung ist daher die später geerntete Heulage. In Gebieten mit einer hohen Bedeutung der Käseherstellung, wird auf die Fütterung von Silage verzichtet, da die Hartkäseherstellung durch aus der Silage in die Milch übertragene Clostridien deutlich erschwert wird.

Das Pflanzenmaterial wird luftdicht abgeschlossen, verdichtet und gelagert. Dabei werden pflanzeneigene Enzyme sowie aerobe und fakultativ anaerobe Mikroorganismen (Bakterien, Hefen, Schimmelpilze) unterdrückt. Die Milchsäurebakterien wandeln den Zucker in Säure um und der pH-Wert fällt auf typischerweise 4,0 – 4,5 ab. Dadurch werden weitere gärschädliche Bakterien am Wachstum gehindert: Coli-aeorogene Gruppe, Listerien und Clostridien.

Ein zu hoher pH-Wert kann aufgrund zu hoher Pufferkapazität (zu hoher Gehalt an Protein, Ammoniak und basischen Aschebestandteilen) entstehen. Ist der Trockensubstanzgehalt zu niedrig (< 30 %), ist auch die Nährstoffkonzentration zu gering und die Milchsäurebakterien finden zu wenig Kohlenhydrate. Lange Pflanzenteile (> 5 cm) und eine lange Befüllzeit (> 2 Tage) erhöhen die Luftzufuhr und begünstigen so die Atmung des Materials. Dadurch wird der Kohlenhydratanteil weiter reduziert.

Silierhilfsmittel können die Qualität einer Silage verbessern, sie können aber keine Fehler ausgleichen. In Deutschland lässt die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) Silierhilfsmittel auf Wirksamkeit bei Silier- und Fütterungsversuchen prüfen. Sie teilt die Silierhilfsmittel in vier Wirkungsrichtungen ein:

  • Verbesserung des Gärverlaufs
  • Verbesserung der aeroben Stabilität
  • Reduzierung des Gärsaftanfalls
    • Steigerung der Futteraufnahme
    • Anhebung der Verdaulichkeit (v. a. der Rohfaser bzw. NDF)
  • Zusätzliche Wirkungen (z. B. Clostridien-Hemmung)

Die Silierhilfsmittel gibt es in flüssiger und fester Form, wobei die flüssige Form besser in das Material gemischt werden kann, einfacher zu dosieren ist und bei Trockensubstanzgehalten >45% ausschließlich eingesetzt werden sollte.

Es gab und gibt auch weiterhin Versuche, in biologische Siliermittel neben Bakterienkulturen auch Enzyme zu integrieren, meist allerdings mit relativ bescheidenem Erfolg.

Durch die Anwesenheit der Enzyme im Siliergut sollen die Kohlenhydrate langsam und kontinuierlich aufgespalten und somit die gewünschten Bakterien „löffelchenweise“ gefüttert werden.

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