Miscanthus sinensis wurde 1855 durch Nils Johan Andersson erstbeschrieben. Die Art gilt als sehr variabel, daher kam es zur Beschreibung vieler Untertaxa und heute als synonym verstandener Arten, wichtige Synonyme sind Miscanthus condensatus (Japan) und Miscanthus transmorrisonensis (Taiwan).
In den Ursprungsgebieten war das Chinaschilf als Rohstoff für Matten und Flechtwerk zum Sicht- und Windschutz sowie als Futterpflanze bekannt. Seit den 1950er-Jahren wird es neben Miscanthus sacchariflorus in Europa als Zierpflanze kultiviert.
Bereits 1935 wurde eine spezielle starkwüchsige Sorte, das Riesen-Chinaschilf (Miscanthus × giganteus), eine Kreuzung aus dem Chinaschilf mit Miscanthus sacchariflorus, von Japan über Dänemark nach Mitteleuropa eingeführt, das auch im europäischen Raum Wuchshöhen von bis zu vier Metern erreichen kann und deshalb seit dem Ende der 1970er Jahre vermehrt als nachwachsender Rohstoff zur energetischen und stofflichen Nutzung angebaut wird.